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Schach matt





Norderstedter Zeitung 03.01.2013

Bronze glänzt diesmal fast so schön wie Gold

Zwei Jahre nach dem Gewinn des Deutschen Meistertitels belegen die U-14-Schachmädchen von TuRa Harksheide in Magdeburg den dritten Platz.

Foto: Thomas Maibom

Der Schachnachwuchs von TuRa Harksheide mit Trainer Alexander Bodnar (hinten links), Betreuer Hauke Winter und Trainer Aljoscha Feuerstack (rechts)

Norderstedt . An Erfolgserlebnisse kann man sich durchaus gewöhnen. Das haben sich anscheinend auch die Jugendschachspieler von TuRa Harksheide auf ihre Fahnen geschrieben.

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Vor zwei Jahren holten die U-14-Mädchen in Schorfheide (Brandenburg) bei den Deutschen Vereins-Mannschaftsmeisterschaften den Titel und sorgten damit für den größten Erfolg in der Geschichte der Schachabteilung. Nach Platz elf im Jahr 2011 folgte nun bei den Titelkämpfen in Magdeburg wieder ein Erfolgserlebnis.

Das U-14-Quintett holte Bronze - eine Platzierung, von der Abteilungsleiter Eberhard Schabel nicht zu träumen gewagt hätte. "Die Konkurrenz ist noch stärker als in den vergangenen Jahren geworden. Wir sind zudem mit einem neu formierten Team an den Start gegangen."

Mit Anna-Lena Schramm, 14, und Inken Köhler, 11, waren nur noch zwei Mädchen aus dem Meisterteam von 2010 dabei, alle anderen sind mittlerweile in die nächsthöhere Altersklasse aufgestiegen. Komplettiert wurden die Harksheiderinnen durch Sabina Klinge, 14, Anna-Blume Giede und Luisa Janke, beide 12. Betreut wurden die Mädchen von Aljoscha Feuerstack. Der Internationale Großmeister ist Mitglied des Bundesligateams des SK Norderstedt. Ihm zur Seiten standen Trainer Alexander Bodnar und Betreuer Hauke Winter.

Zu absolvieren waren an fünf Tagen sieben Runden. Gegen den SK Neumarkt (Bayern) und gegen den SV Welper setzte sich TuRa jeweils souverän mit 3,5:0,5 Punkten durch, die SG Solingen wurde mit 3:1 bezwungen, gegen die USG Chemnitz gewann TuRa mit 2,5:1,5 Punkten. Hinzu kamen ein 2:2-Unentschieden gegen den SK Mainaschaff sowie Niederlagen gegen Muldental Wilkau-Haßlau (1:3) und gegen die späteren Meisterinnen der SG Oesede-Georgsmarienhütte (0,5:3,5).

Erfolgreichste Harksheiderin war Anna-Lena Schramm, die fünf Punkte aus sieben Begegnungen holte. Im kommenden Jahr wird die 14-Jährige für die U-20-Frauen von TuRa an den Start gehen. Auch Sabina Klinge muss in der nächsten Altersklasse antreten.

Vor der finalen Runde lagen die Harksheiderinnen noch auf Rang sieben. Eberhard Schabel: "Wir hatten nur noch eine minimale Chance auf einen Treppchenplatz. Diese wollten wir aber nutzen und holten gegen das höher gesetzte Team aus Solingen noch einmal die Keule raus!" Nach zwei Stunden stand der 3:1-Erfolg fest und nach einigem Hoffen und Bangen auch der dritte Platz in der Gesamtwertung.

"Wir haben diesen Bronzerang genauso gefeiert wie den Sieg vor zwei Jahren. Keiner hat damit gerechnet, aber unsere Mädchen haben ein ganz starkes Turnier gespielt und waren eine Einheit", sagte Eberhard Schabel. Er zollte nicht nur den jungen Denksportlerinnen Respekt, sondern bedankte sich auch beim Betreuerteam.

Nicht nur die U-14-Mädchen waren auf nationaler Ebene unterwegs. Erstmals kämpfte auch eine gemischte Harksheider U-10-Mannschaft um Titelehren. Unter 39 Teams erspielten sich Artur Oganessjan, Jonna Fröhlich, Sebastian Ortmann, Thiemo Bahde, Malte Peters und Sarah-Marie Lönding - ebenfalls in Magdeburg - den 25. Platz. Aus dem Team ragten am ersten Brett Artur Oganessjan (3 Punkte aus 7 Partien) und Malte Peters am vierten Brett (4,5 aus 7) heraus.