Abschlußbericht DJEM aus Sicht unseres Vereins

TuRa Jugendschach bei der Deutschen
(aus meiner Sicht !)

Ab 26.06.2012 fand in Oberhof die Deutschen- Jugend- Einzelmeisterschaften statt, welche am 02.06. um 19 Uhr mit der Siegerehrung beendet wurde.
Ca 600 Kinder und Jugendliche suchten dabei in Thüringen innerhalb der 13 Konkurrenzen die neuen Deutschen MeisterInnen.

Aus Schleswig-Holstein nahmen insgesamt 20 Mädchen und Jungs teil, wovon allein 9 von unserem Verein entsendet wurden.

Über diesen Link kann eingesehen werden wie die Einzelergebnisse zustande kamen http://www.dem2012.de/turnier/lv/A.html

Auf der WEB Seite des SJSH (www.sjsh.de) kann zudem nachgelesen werden, dass der 1. Vorsitzende der Schachjugend und zugleich Deligationsleiter vor Ort, Malte Ibs, von der bisher stärksten DJEM Teilnahme Schleswig-Holsteins schreibt.
Sicher bezieht sich dies auf die sehr guten Ergebnisse der U 16 und innerhalb der U 12, aber auch einzelne Ergebnisse der TuRa Talente gehören mit zur Erfolgsbilanz, der leider der ganz große Erfolg (Meistertitel) versagt blieb.

Zu unseren SpielerInnen:

Alle unsere TeilnehmerInnen haben bei der DJEM versucht ihr Bestes Schach auf die Bretter zu zaubern. Wir können sehr Stolz auf unsere Mädchen und Jungs sein und freuen uns schon jetzt auf weitere schöne Erfolge!

Annika (U 16w)
Annika startete mit 2 aus 2 in das Turnier und wurde nur mangels Zeit in der 3. Runde gebremst. Nach einem folgendem Sieg in Runde 5, kam in der 6. Runde die Favoritin an das Brett und Annika verlor erneut. Mit 3 aus 5 lag sie dennoch gut in der Tabelle. Zwei weiteren Remispartien folgte dann ein ganz wichtiges Spiel in Runde 8 um den Anschluß an „ganz Oben“ Lange Zeit sah es sehr gut aus, doch dann eine folgenschwere Ungenauigkeit im Endspiel und der Verlust. In der 9. Runde konnte Annika noch mal gewinnen und erreichte einen sehr guten 7. Platz.

Emily (U 14w)
Mit 4,5 aus 9 erreichte sie gute 50 % obwohl das Turnier für sie nicht gut begann. Im weiteren Verlauf konnte sie sich jedoch erheblich steigern, ohne ihr Hauptproblem (Bedenkzeit) endgültig lösen zu können. Ich glaube, dass dies ihr mindestens einen Punkt gekostet hat. In der Regel war es so, dass sie nach der Eröffnung (ca 12 Züge) nur noch ca 20 Minuten (von 120) Restzeit für die wichtigen Partiephasen hatte. Ein Problem was lösbar ist und keinen Anlass zur Panik geben sollte.
Die letzte Partie war wohl auch ihre stärkste Leistung. Nicht nur deswegen weil sie 109 Züge spielte und nach ca 6 Stunden gewann, es war eine sehr komplizierte Partiestellung die von ihr mit Geduld bearbeitet werden musste um am Ende den entscheidenden Vorteil zu erlangen der ausreichte um das Spiel zu gewinnen. Platz 14 von 28 ist in ihrem Leistungsbereich.

Inken (U 12w)
Für Inken war es die 2. Deutsche und die erste U 12w Teilnahme.
Zu Beginn des Turniers eroberte sie 2,5 aus 5, wobei sie gegen einen bedeutend stärkeren Gegner verlor und gegen einen vermeintlich Schwächeren gewann, sowie gegen 3 DWZ- Höhere jeweils ein Remis erobern konnte. In der 8. Runde traf sie auf das derzeit größte HSK- Talent Theodore Rogozenco und verlor erst nach wirklich großem Kampf.
In der 11. Runde gab es noch die Chance für Inken durch einen Partiegewinn bis auf Platz 7 vor zurücken. Voraussetzung wäre jedoch ein Sieg gewesen, der leider nicht gelang. Dennoch ist ihr abschneiden positiv zu werten, was auch die neue DWZ ausdrücken wird.

Artur (U 10)
Hätten die 5 bei der LJEM vor ihm platzierten Jungs nicht abgesagt, dann wäre es wohl nicht dazu gekommen, dass Artur 4 Punkte bei der DJEM erobert. Im Verlauf der 11 Runden verbesserte sich sein Spiel stetig und so war die Abschlußniederlage ein bisschen unnötig. Allerdings waren es bis dahin auch 8 harte Tage für ihn. Artur war die ganzen Tage in voller Bewegung, Neugierig und am Fragen stellen. Seine Wissbegierigkeit war zum Einem enorm positiv und zum Anderen auch manchmal anstrengend. Artur wird uns wohl in den kommenden Jahren noch viel Freude bereiten.

Anna-Lena (U 25/B)
Für sie war die Teilnahme an der Offenen Deutschen Meisterschaft/B ein ideales „Trainingsturnier“, bei dem sie befreit aufspielen konnte. So freute es uns, dass sie nach 8. Runden 5,5 Punkte erobern konnte und dabei überwiegend stark spielte. Allerdings sollte sie sich die Variante des „Springer im Nachzug“ noch mal anschaun .
In der 9. Runde fehlte wohl die Kraft um auch dieses Spiel nicht zu verlieren, oder sie hatte die mögliche TOP TEM Platzierung vor Augen und war blockiert.

Anna-Blume (U25/B)
Mit 2 aus 2 startete sie hervorragend in das Turnier und bezwang dabei auch einen um 200 DWZ- Punkte besseren Spieler. In der 3. Runde führte eine Ungenauigkeit zur Niederlage und das Remis in Runde 4 erfolgte aus meiner Sicht zu früh und in besserer Stellung.
Dennoch zeigte Anna-Blume bis dahin gute Partien und so überraschte mich auch das schnelle Remis in der 6. Runde. Richtig ärgerlich war aber die Niederlage in der 7. Runde. Die Partiestellung nach dem 53. Zug war sicher Remis, aber leider fand sie nicht den Plan im Endspiel, was natürlich passieren kann. Was eindeutig für Anna-Blume spricht, ist die Tatsache, dass sie wieder mit voller Konzentration an das Brett ging und die 8. Runde gewann. Im Abschlußspiel bestand somit die Chance die DJEM noch positiver abzuschließen, wofür mindestens ein Remis gesorgt hätte. Leider ging dies schief und so fehlen zwar ca 1,5 mögliche Punkte, aber auf der anderen Seite stehen einige sehr gut geführte Partien, die einen positiven Eindruck hinterlassen und die 4 Punkte am Ende können dies nicht negativ beeinflussen.

Luisa (U 25/B)
Luisa ging mit viel Elan und Mut in das Turnier und musste leider dennoch 3 Niederlagen in Folge einstecken. Am Montag entwickelten wir dann einen „Masterplan“ und schauten uns an, woran es wohl liegen könnte, dass gute Stellungen verloren gingen. Wir besprachen dann ein neues Eröffnungssystem mit Schwarz und auch bei Weiss nahmen wir einige Korrekturen vor. Die Folge waren 3 aus 3 ab Runde 4, davon 2 mit Schwarz! Leider kam sie in Runde 7 nach gutem Beginn nicht mit der Spielweise ihrer Gegnerin zurecht und verlor. Warum Luisa in Runde 8 von der davor erfolgreich angewanden Schwarzeröffnung abkam weiss ich nicht. Leider war es wieder so wie zu Beginn des Turniers und Luisa kam mit dem „Spanier“ ihres Gegners nicht zurecht und verlor. Einen positiven Abschluß der DJEM verschaffte sie sich mit einem Sieg in Runde 9 und dann doch recht ordentlichen 4 Punkten.

Mira und Adam (KiKa)
7 Runden mit 2x30 Minuten Bedenkzeit wurden gespielt und Beide hatten bei diesem Rahmenturnier zur Deutschen viel Spaß, wohl auch weil am Rande des Turniers viel kindgerechte Freizeitaktivitäten angeboten wurden. Zusammen eroberten sie 6,5 aus 7, wobei Adam 4 und Mira 2,5 Punkte mit nach Hause nahmen. Beide werden wir in der Zukunft ganz sicher wieder bei der DJEM sehn.