WM Rückblick aus der Sicht von Inken und Ashot

Im Rahmen unseres Jugend- Landesligaspiels TuRa gegen Segeberg, spielten auch unsere beiden WM Teilnehmer erfolgreich mit und stellten sich dann den Fragen von Annemike, Taron und von mir.

Den Auftakt habe ich gemacht mit der Frage: Erzählt mal wie war die Anreise und der Rahmen am Spielort in Griechenland?

INKEN: Für mich war die Anreise ok, war halt sehr früh, aber alles Reibungslos. Mit mir war Lara S. (NDS) mit auf dem Zimmer und wir haben uns sehr gut verstanden, auch gegenseitig vor den Runden motiviert. das Hotel war ca 10 Minuten vom Spielort entfernt und ich fand die Organisation der WM sehr gut. Achja, das Essen war sehr reichlich und schmeckte auch.

ASHOT: Zur Anreise kann ich nichts anderes sagen, sie lief ok ab. Im Hotel hatte ich ein Einzelzimmer, da die meisten Jungs mit ihren Eltern vor Ort waren. Für mich war das gut, da ich da mehr Ruhe hatte.

Frage von Taron: In der Nähe des Spielorts soll es ja ein Erdbeben gegeben haben, wie war das für Euch?

Inken und Ashot: Beide sagten übereinstimment, dass sie davon nichts gemerkt haben... war ja auch ca 40 km entfernt und wohl nicht so kräftig.

Weiter ging es zum Verlauf der Turniere:

INKEN: Ich bin mit dem Remis gegen die Spanierin sehr gut in das Turnier gekommen, zumal ich mich auch an ein früheres Match gegen die Spielerin erinnerte, wo es für mich nicht so gut aus ging. Die 4 Runden ohne Niederlage waren aus meiner Sicht nicht schlecht. Ab der 4. Runde bis zur 10. Runde hatte ich dann nur noch wesentlich stärkere Mädels am Brett und habe mich achtbar geschlagen, wobei in der einen oder anderen Partie mehr drin war. In Runde 11 war bei mir die Luft raus. Das Turnier war mit 11 Runden sehr anstrengend, vor allem da ich ansonsten nur Turniere mit weniger Runden gespielt habe. Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich in meinem Rahmen gutes Schach gespielt habe, viele gute Gegnerinnen hatte und am Ende auch meine Wertzahlen etwas verbessern konnte.

ASHOT: Ich bin mit 2 Siegen und 2 Remis ganz ordentlich in das Turnier gestartet und eigentlich wollte ich auch die 5. Runde nicht verlieren, aber es kam auch wegen eigener Zeitnot anders. Bei 3,5 aus 5 habe ich mir selbst gesagt, dass ich nun die nächsten 3 Runden unbedingt gewinnen muss, was mir auch gelang, um wieder oben mit zuspielen. Das hört sich leicht an, aber war manchmal schon auch eng, da die anderen Jungs ja auch Schach spielen können. Bei 6,5 aus 8 war ich wieder im Titelrennen mit dabei und wusste, dass nun natürlich stärkere Spieler an das Brett kommen. Die 2 Remis waren ausgekämpft und ich erhielt mir die Chancen auf Platz 1 bis 3. Vor der letzten Runde war ich Fünfter und ich wusste, dass ich gewinnen muss. Die Partie war sehr schnell zu meinen Gunsten gekippt und es gelang mir der Punkt. es lag jetzt nicht mehr in meiner Hand, welchen Platz ich belegen würde. Leider verloren Gegner von mir oder spielten gegen einander, so dass mein Vorsprung bei der Zweitwertung schmolz und andere vorbei zogen. Dennoch bin ich sehr stolz auf meine Leistung.

Nun kam die Frage nach den Trainern vor Ort und die Vorbereitung:

Inken und Ashot: Unser Trainer vor Ort war der GM Sergej Galdunts und das klappte soweit sehr gut. Dennoch musste ich (Inken) mich etwas umstellen, da die Vorbereitung bei zBsp. Wolfgang etwas ander läuft. Zumeist war es da so, dass W. schon alles heraus gesucht hatte und wir dann geschaut haben was ich spiele. Bei Sergej war es so, dass er bei meinem Eintreffen erstmal schaute was die Gegnerin spielen könnte. Bei mir (Ashot) war es so, dass ich bei Unklarheiten Sergej hätte fragen können, allerdings gab es sehr wenige Unklarheiten. Der Kontakt zu unserem Bundestrainer war am Anfang etwas intensiver, dann verlief sich das und man traf sich zum kurzen Hallo

Taron interessierte sich noch für den Kontakt von unseren Beiden mit unseren anderen Beiden

Inken und Ashot: Bis zu der Aktion, ein gemeinsames Foto mit Julia und Samir zu organisieren, hat man sich gesehen und auch gegrüßt, mehr aber nicht. Mit den 2 Fotoversuchen war dann der Kontakt etwas enger, man musste es ja organisieren, dass Beide da waren zum Klick. Ich (Ashot) war so auf das Turnier fokosiert, dass ich ansonsten nicht viel mit bekommen habe. Gesehen habe ich Beide bei den von Inken organisierten Fototerminen.

Annemike wollte nun wissen, wieviel Zeit Beide für Schachtraining überhaupt verwenden:

INKEN: Neben dem Vereinstraining und dem Skype mit Alexander, mache ich täglich etwas Taktiktraining am PC. Allerdings hält sich der Aufwand in Grenzen. "Entschuldigend" möchte ich hier meine Arbeit anführen, die mich auch voll fordert.

ASHOT: Ich mache am Tag 3 - 4 Stunden Training mit Büchern und im Internet. Um besser zu werden ist das sehr wichtig, dass man gutes Training macht.

Wie war die Unterstützung von zu Hause

INKEN und ASHOT: Beide sind sehr froh, dass sie bei der WM auch finanziell unterstützt wurden vom Verband und vom Verein. Da Beide nominiert waren vom DSB hielten sich die Kosten in Grenzen. Schön war auch die Berichterstattung auf unserer TuRa WEB und per WA

Ausblick und Motivation

INKEN: Mein Ziel ist auch 2019 bei der Deutschen dabei zu sein um die Chance zu bekommen wieder international zu spielen. Das wird sicher nicht einfach, zumal ich auf einen Freiplatz hoffen muss. Bei der LJEM kann ich 2019 leider nicht dabei sein. Wichtig für mich sind auch die Spiele in den Vereins- Teams, da ich nicht so viele Turniere spielen kann in meiner beruflichen Situation.

ASHOT: Mein Ziel ist es auch 2019 bei den Deutschen um den Titel zu spielen. Ich rechne mir da gute Chancen aus. Weiter möchte ich innerhalb der nächsten Zeit die 3 GM Normen erfüllen. Hier hoffe ich auf meine Einsätze in der 2. Bundesliga mit dem SK Norderstedt und natürlich hoffe ich auf erfolgreiche Turnierteilnahmen. Die Jugendspiele mit TuRa sind mir ebenfalls sehr wichtig, da der Verein mich nach dem Wechsel von AGON nach Norderstedt sehr gut aufgenommen hat und mich auch sehr gut unterstützt.... naja, und dann verliert man bei der Jugend- Landesliga keine ELO- Punkte.