Abschlußbericht mit viel Hoffnung und Erkentnissen für die Folgejahre

Man kann die Tabellen der einzelnen Konkurrenzen lesen wie man will, die LJEM 2018 waren erneut Festtage des Lübecker SV! In allen Altersklassen konnten sie sich weit oben platzieren und insgesamt 8 von 12 Landestitel erobern…. Was für eine Bilanz!

Nun gut…  es ist nach der LJEM deutlich geworden, dass in den oberen AKs kein Weg an Lübeck vorbei ging und bei den unteren AKs  die Chancen vieler Vereine vorhanden waren.

TuRa war mit 19 Kindern/Jugendlichen vor Ort und als Trainer und Betreuer durfte ich zum 17x in der DJH Kiek In übernachten. Egal welche Punkte und Plätze erobert wurden, möchte ich mich hier bei unseren Mädchen und Jungs für eine Stressfreie LJEM und bei den Eltern vor Ort für die moralische Unterstützung bedanken.

Vor der Meisterschaft sah es eher danach aus, dass auch unser Verein gute Chancen hat den einen oder anderen Siegerpokal mit nach Hause zu nehmen, allerdings setzte sich auch in Neumünster das fort, was wir schon die gesamte Saison über beobachten… endscheitende Spiele können von unseren Leuten nicht gewonnen werden, es sei denn man spielt gegeneinander.

Mein Rückschau auf die Woche in Neumünster beginnt mit dem Blick auf die U 18.

In dieser Altersklasse hatten wir Inken in der Meisterklasse und als Favoritin auf den Mädchentitel. Die Auslosung ergab, dass sie bis zur 4. Runde die 3 Erstgesetzten am Brett hatte, was ein „Einspielen“ nicht zuließ. Hinzu kam, dass Inken bereits gesundheitlich angeschlagen nach Neumünster kam. Mit zunehmender Zeit verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand und am Samstag, eine Runde vor Schluß, musste sie das Turnier abbrechen. Für sie ist es nun wichtig sich zu erholen, damit sie die bevorstehenden Prüfungen zum ABI gut absolvieren kann.

In der Vormeisterklasse spielten Anna-Blume und Nanke ihre letzte Jugendmeisterschaft. Während Nanke zwischenzeitlich mal ganz gut in der Tabelle stand (2.) lief es für Anna-Blume ab Runde 2 gar nicht mehr. Dennoch können Beide auf schöne Jahre im Jugendbereich zurückblicken und zumindest Anna-Blume bleibt als neue Mädchenschach- Referentin der Schachjugend erhalten.

Die U 16 sah Artur als TOP- Gesetzten und natürlich wäre es super gewesen, wenn er am Ende auch Sieger der AK geworden wäre. 3 Lübecker hatten da jedoch etwas dagegen und bereits in Runde 1 erwies sich ein Kieler als „Euphoriekiller“. Die folgenden Spiele wurden für ihn nicht besser und so kam der Endspurt ab Runde 7 mit 3 aus 3 zu spät. Platz 3 ist für ihn mit Sicherheit eine Enttäuschung. Ähnlich wird Sarah-Marie auf die LJEM zurück blicken…. Das war wohl nix! Nur 2 Spiele gewonnen und ein Remis aus 9 sind diesmal keine vorzeigbare Bilanz. Dabei sah es in fast allen Partien für sie zwischenzeitlich richtig gut aus, ABER …siehe Tabelle.

Auch in der U 14 war mit Taron ein TuRaner auf Eins gesetzt. Hinzu kam Enno, der ebenfalls oben gesetzt war. Beide hatten als Ziel die Qualifikation zur DJEM in Willingen, da es für unsere SJSH 3 Plätze gab. Die 1. Runde brachte das Derby und die Hoffnung bei uns, dass Beide es auch schaffen könnten, allerdings zeigte der weitere Verlauf, dass nichts so sicher ist wie die Unsicherheit. Warum bei Enno nach seinem schönen Auftaktsieg das Nervenflattern begann bleibt mir noch ein Geheimnis, aber auch Taron hatte teilweise mehr Angst vor den Gegnern als ich gedacht hätte. Dennoch reichte es für ihn zu Platz 3. Bei Enno ging das letzte und endscheitende Match verloren und so schaffte er die Qualli leider nicht. Ein Lichtblick war der Turnierauftritt von Cillian in der VM. Mit 6 aus 9 wurde er Siebter und zeigte auch einige interessante Partien.

Bleiben noch die Sieger der Turniere:

U 18 MK Martin K. (LSV), U 18w Nazik (Flensburg)

U 16 MK Tom Linus (LSV) U 16w Alexandra und Antonia (beide LSV)

U 14: Jalel + Alva (Beide LSV) U 14w Alva (LSV)

So groß die Dominanz des LSV ab der U 14 auch war, so sehr freute es wohl die Anderen, dass es ab der U 12 abwärts eine größere Spannung gab 😉

Keyvan aus Kiel wurde in der U 12 seiner Favoritenrolle voll auf Gerecht und siegte mit 10 aus 10 (eine Runde konnte er nicht spielen). So richtig in Gefahr geriet er nicht, obwohl unser Nhat-Minh eventuell bei besseren Spiel im Mittelteil Keyvan etwas hätte ärgern können.

Um den 2. Qualifikationsplatz gab es ein spannendes Duell von Frido (SV BS) und unserem Philipp. Im direkten Duell gab es ein von Respekt geprägtes Remis und so gab es auch am Ende einen Punktegleichstand, wobei Philipp auf Grund besserer Zweitwertung die VIZE- Meisterschaft erobern konnte (ab 2019 wäre das auch die direkte Qualli zur Deutschen). Ein Stichkampf wird den Teilnehmer in Willingen ermitteln. Bei den Mädchen kämpften 14 Spielerinnen (24 %) zusammen mit den Jungs um den Titel. Für mich ein Unding, da Jahr für Jahr die Vergabe der ersten Plätze und damit auch der Qualifikationsplätze zur DJEM nicht von den Mädchen zu 100 % beeinflusst werden kann. Die Tatsache dass es in meiner Zeit bei der LJEM (seit 2002) erst einmal vorkam, dass die Spitze der Mädchenkonkurrenz auch gegeneinander gespielt hatte, zeigt für mich eindeutig die Pflicht der SJSH hier ein Umdenken bei der Austragung anzugehen. Leider ist es jedoch so, dass es hier nicht voran geht. Auch 2018 spielte die Landessiegerin nicht gegen die VIZE- Meisterin. Vielmehr war die Ausgangslage vor der letzten Runde wie folgt:

Vanessa hatte sich mit 6,5 aus 10 an die Spitze gesetzt und Marie-Sophie mit 6 aus 10 auf Platz 2 verwiesen. Während die nette Lübeckerin gegen Merle spielen musste, wurde für die nette Vanessa ein Vereinsderby gegen Philipp ausgelost. Auch die Spielerinnen Greta und Anuk (Beide 6 aus 10) bekamen „starke“ Jungs an die Bretter. Obwohl Merle sicher ein aufstrebendes Talent ist, hatte sie dennoch keine Chance gegen die spätere Landesmeisterin. Ebenso erging es den 3 anderen Mädels, auch sie hatte gegen die Jungs keine Chance.

Positiv ist neben dem Auftritt unserer beiden VIZE auch der Auftritt von Nhat-Minh und Michelle, die Beide über ihren Verhältnissen spielten. Alex und Yannick spielten eine ordentliche LJEM.

Auch bei der U 10 gab es einen klaren Favoriten. Justus ging als Setzlistenerster in das Turnier und gewann die Meisterschaft. 2x gab er ein Remis ab, wobei es bei Beiden etwas eng aussah für ihn. Im Verfolgerfeld fanden sich auch unsere Spieler wider, wobei jedoch nicht, wie von uns gedacht, Jacob um die Qualifikationsplätze spielte, sondern der erst 7 jährige Felix. Jacob begann das Turnier mit 2,5 aus 3 und es folgten 2 ganz bittere Niederlagen, mit denen echt nicht zu rechnen war. In einem „Schützlig/Trainer Gespräch“ konnte von mir Jacob etwas beruhigt werden und unser Ziel war fortan einfach wieder anzugreifen. Unser junger Spieler nahm sich dies zu Herzen und konnte 4x in Folge gewinnen bis zur 10. Runde gegen Justus. In dieser Partie hatte er ein gewonnenes Endspiel auf dem Brett und nahm ein Remis- Angebot an. Erneut wurde ein wichtiges Match von Angst unserer Spieler dominiert. Die letzte Runde ging gegen die spätere Landesmeisterin Katharina verloren und so wurde es Platz 11 am Ende. Besser lief es für Felix bei seiner ersten LJEM. Angedacht waren so 6 aus 11 am Ende und bereits nach 8 Runden war dieses Ziel erreicht. In den Runden 9 bis 11 kamen nochmal 1,5 Punkte dazu und was mich beeindruckte war, dass da bei den Partien wenig Glück im Spiel war sondern schon ganz viel Können. Jonas, Harry und Nico spielten eine solide LJEM im Rahmen des Erwartbaren.

U 12 Keyvan (DB Kiel) Marie-Sophie (LSV)

U 10 Justus (LSV) Katharina (Rendsburg)

U 08 Felix (TuRa) Lisa (LSV)

Bleiben noch die Rahmenturniere und weiteren Landesmeisterschaften.

Beim Teamwettkampf (Blitzschach) starteten wir mit Artur, Taron, Inken und Cillian und konnten erstmals die Landeskrone erobern. Lediglich gegen ein LSV Team wurde ein Punkt abgegeben und dennoch war es bis zuletzt spannend, da auch Kiel bis auf dem Spiel gegen uns alles gewann.

Das Einzelblitz- Turnier fand diesmal nicht so viele TeilnehmerInnen und wurde von Martin (LSV) gewonnen. Platz 3 ging hier an Daniel (TuRa) hinter dem Kieler Magnus.

Bei der KONDI- Meisterschaft gewann Magnus das Finale gegen unseren Taron.

ALSO mal wieder sehr ereignisreiche Tage und ein Schock für mich am Sonntag. Bei der Beladung meines PKW mit meinem Koffer usw musste ich feststellen, dass da jemand gegen mein Auto gefahren und dann abgehauen ist. Eine Woche lang stand mein silberner Ford ohne aufzufallen am Straßenrand und ausgerechnet am Tag der JV oder des Tandemturniers wurde er an geschrammt… echt sehr ärgerlich, aber irgendwie auch zum Verlauf der LJEM aus TuRa Sicht passend.

2019 gibt es für unsere Talente eine neue Chance und wir werden unseren Weg weiter gehen um dann wieder spannende Meisterschaften zu spielen und zu erleben.