Bayern 2016 - 65. Silberpokal

TuRa SCHACH zu Besuch in Oberbayern.

Eine in vielerlei Hinsicht aufregende Trainings- und- Turnierreise liegt hinter uns.

Dies begann schon mit unserer Anreise, als wir leider in einen kleinen Unfall verwickelt wurden und sich so unsere Weiterfahrt um ca 1,5 Stunden verzögerte. Auch die kommenden Tage standen Auto- Technisch nicht unter einem günstigen Stern, so dass wir es nach 4 Tagen wechseln mussten.

Auf unsere Teilnehme am Schachturnier hatte dies jedoch keine negativen Auswirkungen.

Bad Aibling war Gastgeber des ältesten Schach- Opens Deutschlands, dem Silberpokalturnier.

Bereits zum 65x wurde es vom 09.08. bis 15.08.2016 ausgetragen und mit 154 Teilnehmern, natürlich aus Bayern, aber auch aus anderen Bundesländern, aus den benachbarten Ländern Österreich und der Schweiz sowie eine junge Spielerin aus Weißrussland gut besucht.

Favorit war der bayrische U 16 Spitzenspieler Bergauz, Noam, der das Turnier auch gewinnen konnte. Im Finale um den Pokal spielte er dabei gegen den Bruckmühler Schlichtmann, Robin Remis und konnte im Blitz gewinnen. So interessant das Turniersystem mit seinem Pokalcharakter auch war, so sehr wurde es vom schachlichen Aspekt her auch uninteressant, da man sehr oft beobachten konnte, dass in der KO- Phase viele Spieler sich auf ihre Blitzschachkenntnisse verließen und sich so schnell auf Remis einließen.

 

http://www.silberpokalturnier.de/

 

Für unseren Verein waren natürlich beim Blick auf die Abschluss Tabelle die Platzierungen unserer Spielerinnen und Spieler interessant und die waren insgesamt sehr erfolgreich.

 

Hinter dem Dritten Bergauz Avigdor wurde unser Jugendbundesligaspieler Henrik Meyer Vierter.

Inken Köhler, die das Turnier als Einstimmung auf die Europameisterschaft U 16w in Prag nutzte, wurde gemeinsam mit Khrapko, Marharyta Fünfte und blieb dabei ungeschlagen.

Nanke Caliebe konnte sich gleich mehrfach freuen. Mit einer DWZ von 1420 wurde sie 34. (ein DWZ- Plus von ca 224 Punkten), weiterhin zugleich Raitingpreisgewinnerin (unter DWZ 1600) und zweitbeste Jugendspielerin.

Auch Anna-Blume Giede und Anna-Lena Schramm gelang es gut im Turnier mitzuspielen, wie auch dem Autor des Berichtes Eberhard Schabel.

Der 3. Platz unseres Teams in der Mannschaftswertung (es fehlte ein halber Brettpunkt zu Platz 1) bestätigte das gute Ergebnis unserer Mädchen und Jungs.

 

  4.Meyer Henrik      6.5 + ca  11 DWZ

  5.Köhler Inken      6,5 + ca  52

 34.Caliebe Nanke     5.0 + ca 224

 52.Schabel Eberhard  4.5 – ca   7

 89.Schramm Anna-Lena 3.5 + ca 124

104.Giede Anna-Blume  3.5 + ca  72

 

Somit eine rundum gelungene Trainingsreise für unsere Jugendgruppe, die mit dem Besuchen in München und Rosenheim, Streifzügen durch die Region und dem Treffen mit Schachfreunden aus Bad Aibling weiter abgerundet wurde.





Vorbericht

Wenn ich in vielen Jahren 65 Jahre alt werde, dann werde ich mich wohl auf meinen Ruhestand vorbereiten, vielleicht eine Weltreise planen oder ich fahre nach Bad Aibling.

Für ein Schachturnier trifft dies natürlich nicht zu. Wenn da ein Open zum 65. Mal ausgetragen wird, dann könnte man schon mal in die Historie deutscher Schachveranstaltungen gehen und wird feststellen, dass das 65. Silberpokal- Open DAS älteste OPEN in unserem Land ist. In der langen Geschichte des Turniers des SK Bad Aibling wurde es nur einmal nicht veranstaltet (1984), ansonsten läuft es immer zum gleichen Zeitpunkt (August) und immer mit dem gleichen Pokal- Modus.

Dieser Modus wird auf der WEB des Silberpokals wie folgt von Dr. Karlheinz Otto beschrieben:

„Seinen praktisch einmaligen Charakter hat das Turnier aber dadurch erhalten, daß es eine Kombination aus einem Pokalturnier und einem Rundenturnier darstellt. Der Pokal wird, wie z.B. im Fußball auch, als KO-Turnier gespielt, nur daß das Elfmeterschießen nach einem Remis durch Blitzpartien ersetzt wird.

Der Gewinner beim Blitzen bleibt dann im Pokalwettbewerb, der Verlierer muß aber nicht wie im Fußball sofort „nach Hause gehen“, sondern spielt in dem parallel ausgetragenen Rundenturnier weiter, insgesamt acht Runden, die innerhalb 5-6 Tagen ausgespielt werden.“

 

Dieser Spielmodus wurde von Hans Hüter, einem Mitbegründer des SK Bad Aibling entwickelt.

Vor Ort trifft man dann viele SpielerInnen aus Oberbayern, Restbayern und Österreich. Allerdings wird das Turnier auch von Schachfans aus den verschiedensten Gegenden als Kombination zu einem Urlaub in der Kurstadt genutzt. Somit ein Open für überwiegend TeilnehmerInnen des gesetzten Alters, die es lieben gemütlich in angenehmer Atmosphäre Schach zu spielen.

Stellt sich nun sicher die Frage, wieso TuRa SCHACH mit 4 jungen Damen und einem jungen Herrn bei diesem Open spielen wird und dies nicht zum 1. Mal?

Ursache ist eine 2007 beginnende Vereinsfreundschaft, die daher rührt, dass der SK Bad Aibling dazumal dem drohenden Aus als Verein neue Ideen zur Mitgliederwerbung entgegensetzen wollte und man bei einer Internetrecherche auch auf TuRa SCHACH aufmerksam wurde. Dies auch, da man auch plante Mädchen für das Schach zu motivieren. Von da an gab es Besuche in BA und bei uns und so kam es auch zu nun schon 4 Teilnahmen von uns am Silberpokal, wo unsere Mädchen schon sehr erfolgreich waren und nur von unserem Trainer IM Alexander Bodnar getoppt wurden, der 2011 bis in das Final kam und erst nach „Verlängerung“ scheiterte.

 

Vom 09.08. bis 15.08.2016 werden:

  • Anna-Blume Giede (16 Jahre)
  • Anna- Lena Schramm (18 Jahre)
  • Nanke Caliebe (16 Jahre)
  • Inken Köhler (14 Jahre)
  • Henrik Meyer (18 Jahre)
  • Eberhard Schabel

Für unsere Spielerin Inken Köhler ist das Open zugleich auch die letzte Vorbereitung auf ihre Teilnahme an der U 16w Europameisterschaft in Prag (17.08. bis 28.08.2016)

 

Turnierseite: http://www.silberpokalturnier.de/