Vieles ist NEU bei unserem Zweitligastart im "Osten" ...

 


Es ist schon einige Zeit her als ich meinen 18. Geburtstag feiern konnte. Soweit ich mich noch an den Beginn der Party erinnern kann, war dies ein sehr schönes Ereignis welches ich mit meinen damaligen Freunden aus dem Erzgebirge fröhlich beging.

So war es für mich natürlich selbstverständlich, dass ich unserer Führungsspielerin Luise Diederichs für unseren Auftritt in Potsdam frei gab, damit sie ihre Volljährigkeit ausgiebig begehen konnte. Da unser Brett 4, Emily Rosmait mit die beste Freundin von Luise ist, bekam sie auch Frei und feierte bei Luise mit.

3 aus 6 nicht dabei in Brandenburgs Landeshauptstadt und dies gegen das starke Team aus Pankow und dem USV Potsdam, die wir hinsichtlich des Ligaerhaltes auf Abstand halten wollten. Unser Plan war somit gegen Rotation "dagegen" halten und gegen Potsdam ein 3:3.

Für unsere "Bretter" 1, 3 und 4 rückten Annika Evers (21), Nanke Caliebe (15) und Anna-Blume Giede (15) in unser Team.

Gespielt wurde im AUDIMAX, am neuen Palais und der Spielraum bot ausreichend Platz für die Spielerinnen der 4 Teams. Mit uns reiste auch das zweite Team des Hamburger SK an und sie bekamen es in Runde 1 mit dem gastgebenden USV Potsdam zu tun.

Auf unser neu formiertes Team warteten in Runde Eins 5 Spielerinnen mit einem WIM- Titel und eine WFM Titelträgerin. Pankow spielte also in Bestbesetzung.

Der Wettkampfverlauf nahm dann auch den Verlauf, wie man ihn aus TuRa Sicht befürchten musste. 0:1 Annika E., 0:2 Nanke C. und 0:3 Anna-Blume G. Alle 3 Ersatzspielerinnen waren klar unterlegen obwohl sie sich sehr mühten. Doch dann nahm das Match eine wundersame Wendung und ausgerechnet die 3 Spitzen unseres Teams erarbeiteten sich bessere Partiestellungen. Das 1:3 schaffte unsere 14 Jährige, Inken Köhler am 3. Brett. Eine wie ich meine sehr stark geführte Partie verhalf Carina Brandt zu einem Sieg am 2. Brett und plötzlich stand es 3:3, da auch Nathalie Wächter (15) eine eher auf Remis stehende Partiestellung so verbessern konnte, dass es zum Zugzwang kam und sie am Spitzenbrett gewinnen konnte. Ein Team- Remis womit nicht zu rechnen war und was uns den 5. Mannschaftspunkt nach 3 Spielen einbrachte.

Leider verlor unser Reisepartner HSK II mit 2:4 gegen Potsdam.

     

Rotation Pankow

3

:

3

TuRa Harksheide

1

 WIM Göhler, Antje

(2070)

0

:

1

(1946)

Wächter, Nathalie 

2

2

 WIM Jahn, Constanze

(2056)

0

:

1

(1915)

Brandt, Carina 

3

3

 WIM Burchardt, Brigitte

(2039)

0

:

1

(1792)

Köhler, Inken 

6

4

 WIM Wagner-Michel, Annett

(2067)

1

:

0

(1729)

Evers, Annika 

7

5

 WIM Mai, Iris

(2028)

1

:

0

(1460)

Caliebe, Nanke 

9

6

 WFM Wolf, Sylvia

(1899)

1

:

0

(1427)

Giede, Anna-Blume 

11

Erst mit einer Mail unseres "Edel- Fans" Henning Geibel aus Bargteheide erfuhren wir, dass im Team des Rotation Pankow aktuelle Weltmeisterinnen mit gespielt haben und es Inken gelang die "Spielführerin" des Seniorinnen- Weltmeisterteams und mehrmalige Frauenmeisterin der Ex DDR, WIM Brigitte Borchert zu bezwingen.

Gefeiert wurde Dies und unser Punktgewinn in einer Gaststätte, in der Nähe der Jugendherberge Potsdam, wo wir uns für das WE einquartiert hatten und auch da war nicht alles so wie bisher. Eine aufkommende Unruhe unserer jungen Mädchen konnte ich erst nicht richtig einordnen, bis ich den Grund dafür erfuhr. An einem der Nebentische hatte sich Wolfgang Joop, also der WJ von GNTM niedergelassen... Ist er es oder nö, iss er nicht und doch er war es. Nun ja, es hat ihm so geschmeckt wie uns.

 

Pünktlich zum Beginn der 4. Runde waren alle 4 Teams versammelt und es konnte mit den Paarungen Rotation Pankow gegen Hamburger SK II und TuRa gegen USV Potsdam los gehen.

Auch Potsdam stellte ein fast perfektes Team mit den Brettern 1 bis 5 + 11 auf um uns zu bezwingen. Der Wettkampf verlief aber auch diesmal eher zu unseren Gunsten. Nach 2 Remisen von Annika Evers und Inken Köhler, gelang der erneut stark aufspielenden Carina Brandt das 2:1, dem dann das 3:1 durch unsere Debütantin Nanke Caliebe folgte. Leider konnte Anna-Blume Giede das Remis nicht "halten" und so stand es 3:2 für Uns. Erneut war es also unserer Spielerin Nathalie Wächter vorbehalten für einen guten Ausgang zu sorgen. In einer interessanten Partie konnte sie nach 4,5 Stunden im Endspiel gewinnen und das 4:2 sicher stellen.

TuRa Harksheide

4

:

2

USV Potsdam

2

 Wächter, Nathalie

(1946)

1

:

0

(2012)

WFM Von Herman, Brigitte 

1

3

 Brandt, Carina

(1915)

1

:

0

(1946)

Pachow, Steffi 

2

6

 Köhler, Inken

(1792)

½

:

½

(1937)

Pfau, Beate 

3

7

 Evers, Annika

(1729)

½

:

½

(1950)

WFM Nünchert, Eveline 

4

9

 Caliebe, Nanke

(1460)

1

:

0

(1669)

Bade, Heidrun 

5

11

 Giede, Anna-Blume

(1427)

0

:

1

(1483)

Frehde, Regina 

11

 

Etwas früher verlor der HSK II sehr hoch (0,5:5,5) gegen Rotation Pankow.

Neben den nicht erwarteten 3:1 Teampunkten, die zugleich unser Team zum einzigen Verfolger des Tabellenführer SG Leipzig machten, bekamen unsere Mädchen viele Komplimente der versammelten EX- DDR Frauenschachspitze.

 

Unsere nächste Aufgabe ist das Duell mit dem Hamburger SK II am 10.01.2016, also leider genau zu der Zeit, wo in Hamburg auch das RAMADA- Turnier statt findet, an dem unsere Mädels in den vergangenen Jahren immer sehr zahlreich und gern teilgenommen haben.

 

Mannschaft

1

2

3

4

5

6

7

8

MP

BP

1.

SG Leipzig

xxx

 

 

4

6

 

8

19

2.

TuRa Harksheide

 

xxx

 

3

4

4

 

7

15½

3.

Allianz Leipzig

 

 

xxx

5

5

6

 

6

17½

4.

Rotation Pankow

2

3

xxx

 

 

 

5

15

5.

Leipzig-Lindenau

2

1

 

xxx

 

 

2

10

6.

USV Potsdam

½

2

1

 

 

xxx

 

4

2

7.

SG Löberitz

0

0

 

 

 

xxx

4

2

8.

Hamburger SK 2

 

 

 

½

2

2

xxx

0

6

Bleiben noch ein paar Erwähnungen, die wir leider so auch noch nicht erlebt hatten. Als da wäre, dass plötzlich aus "Energiespargründen" im Analyseraum das Licht, mittels Sicherung ausschalten, gelöscht wurde. Es einen Espressoautomaten gab der vom Lärm her eher eine Rarität für den Flohmarkt gewesen wäre, es am Sonntag so gut wie keine Verpflegung incl Getränke mehr gab und es doch tatsächlich dazu kam, dass während der letzten entscheidenten Partie begonnen wurde das Spielnaterial an den Nachbarbrettern einzuräumen. Das Alles war leider sehr unschön.

Absolut Daneben war jedoch das Nikolaus- Schmankel. Obwohl man doch inzwischen wissen müsste, dass wir ein Mädchenteam am Start haben, gab es heute für Alle ein "Likör Fässchen".

 

Zum Abschluß wünschen wir eine schöne Adventszeit, ein Frohes Fest und einen guten Start in das Jahr 2016.

 

Eberhard Schabel

TuRa Harksheide SCHACH