Berlin Team- Wettkampf Frauen/Mädchen

Berlin, Berlin, wir fuhren nach Berlin!...

 

... zum ersten Offenen Frauen- Team- Wettkampf (30.08. für Dreier- Teams) des Berliner Schachverbandes.

Aufmerksam gemacht wurden wir auf das Turnier via facebook, wo ich von der Neu- Hamburgerin Stefanie Schultz angeschrieben und gefragt wurde, ob wir nicht Lust hätten mit dabei zu sein.

Schnell waren 3 Mädchen gefunden die für TuRa starten würden. Weiter gab es Kontakt zu Andreas Albers vom Hamburger SK, da auch von da Mädchen gern mit nach Berlin kommen würden. Gern wurde von mir die Orga und Betreuung für dieses Quartett mit übernommen.

Somit bestand unsere "Reisegruppe" aus Vivien, Nicole, Zarminah, Kristina, Jasmin, Henrike und Inken, also 7 Mädchen und mir.

Um unnötigen Anreisestress zu vermeiden, fuhren wir bereits am Samstag nach Berlin und fanden im Jugendhotel "aletto" in Kreuzberg eine Unterkunft in der Nähe des Spielorts des SC Kreuzberg. Berücksichtigt werden musste dabei, dass Henrike noch ein Turnierspiel beim HSK hatte und Inken ein Tischtennis- Turnier absolvierte, welches sie ungeschlagen gewann.

17.06 Uhr ging es pünktlich mit der DB los und die Stimmung unter uns war sehr positiv.

Ohne Verspätung kamen wir in Berlin an und entschieden uns mit dem Taxi nach Kreuzberg zum Hotel zu fahren. Eine vorab Recherche hatte ergeben, dass dies schneller (ca 8 Minuten) und günstiger war, als mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (U- Bahn und Bus... ca 30 Minuten) zu fahren.

Da angekommen ging es mit dem Zimmerbezug relativ schnell, sieht man mal davon ab, dass ich zBsp ein schon belegtes Zimmer bekam und Henrike ihr Bett selbst überziehen musste, was dann auch so ca 30 Minuten an Zeit beanspruchte.

Den Abend in Berlin erlebten wir dann "getrennt". Während die Hamburger Mädchen in die City fuhren um mehr von der Hauptstadt kennen zu lernen, gingen Henrike, Inken, Jasmin und ich zum "Griechen" um bei sehr angenehmen Temperaturen zu speisen.

 

Den Beginn des Turniers von 11 Uhr (Anmeldung ab 10.45 Uhr) empfanden wir als sehr angenehm, gab es uns doch die Möglichkeit ausgiebig zu Frühstücken. Das Angebot war sehr reichlich, was ich nicht so vermutet hatte. Genial war, dass alle 7 Mädels am Tisch saßen und auf mich gewartet hatten, bevor sie sich ihr Essen holten. Das habe ich auch schon anders erlebt ;)

Gegen 10 Uhr machten wir uns dann zu Fuß auf den Weg zum Spiellokal. Dabei mussten wir eine Distanz von ca 1,5 km bewältigen, was uns natürlich gut gelang.


Am Spielort hatten sich schon einige Mädchen und Frauen eingefunden und so freute ich mich Spielerinnen und Betreuer wieder zu treffen, die ich bei anderer Gelegenheit schon kennen lernen durfte. Das Leistungsspektrum reichte von der Bundesligaspielerin bis zur "Anfängerin". Neben 9 Teams aus Berlin waren mit uns, Coswig und Grimma 4 auswärtige Teams am Start.

In der Setzliste wurde TuRa an 6 und der HSK an 10 geführt. Ziel war somit mindestens die Bestätigung  und möglichst 50 % der Punkte. Hilfreich hierfür wäre ein guter Auftakt und Beiden gelang dies mit 3:0 und 2:1. Während wir in der Reihenfolge Inken, Jasmin und Henrike an die Bretter gingen, entschieden sich die Hamburgerinnen für Vivien, Kristina, Nicole und Zarminah. Letztere teilten sich das Brett 3.

In Runde 2 warteten auf Beide stärkere Gegnerinnen und so wurde es insgesamt ein 0:6. In Runde 3 gab es dann das Derby HSK gegen TuRa am 3. Tisch, welches nach harten und interessanten Spielverlauf Remis ausging.

 

Sichtlich geschwächt nach dem anstrengendem Spiel ging es in die Mittagspause, wo uns ein Imbiss erwarten sollte. An dieser Stelle möchte ich Elisa Silz (Frauenreferentin Berlin) für die Orga und dem Ausrichter (SC Kreuzberg) für die perfekten Spielbedingungen ein großes Lob aussprechen.

Im "Gleichschritt" ging es in Runde 4 mit 2 Niederlagen weiter. Die Runde 5 brachte TuRa leider ein 3:0 ohne Gegnerinnen und der HSK verlor knapp. Die 6. Runde war dann für beide Teams erneut sehr erfolgreich und TuRa erreichte die angepeilten 50%, sprich 7 TP. Die letzte Runde bracht den Mädchen des HSK ein klares und nie gefährdetes 3:0 (leider) gegen keine Gegnerinnen und TuRa konnte gegen das zweitbeste Team des Turniers  nur einen halben Brettpunkt erobern.

In der Abschlusstabelle konnten TuRa (5.) und der HSK (9.) ihren Setzlistenplatz leicht verbessern. Wichtiger war es jedoch, dass Beide die 50% (7:7 TP) erobern konnten. Beste Einzelspielerin unserer Reisegruppe wurde Kristina mit 4 aus 7.

Rangliste

Rang

MNr

Mannschaft

S

R

V

MP

Buchh

Brt.Pkt.

1.

1.

Da-Ti-Na

6

1

0

13

56.0

17.5

2.

3.

Empor Königinnen (mit Alina Rath)

6

1

0

13

54.0

17.5

3.

2.

BSV 63 Chemie Weißensee

5

0

2

10

59.0

15.0

4.

5.

TuS Coswig 1920

4

0

3

8

51.0

13.0

5.

6.

TuRa Harksheide Norderstedt

3

1

3

7

55.0

10.0

6.

9.

Amazonen (mit Julia Richter)

3

1

3

7

54.0

9.5

7.

8.

SV 1919 Grimma

3

1

3

7

53.0

11.0

8.

7.

Figurendiebe (Pinguine)

3

1

3

7

51.0

11.0

9.

10.

Hamburger SK

3

1

3

7

43.0

10.5

10.

4.

Kreuzberg & Co

3

1

3

7

41.0

12.0

11.

11.

SC Borussia FB/FF

3

0

4

6

36.0

9.0

12.

13.

SC Bor. 1920 Friedrichsfelde

2

0

5

4

46.0

7.0

13.

12.

MSV 06 Chessladies

1

0

6

2

39.0

4.0

(ausführliche Tabelle mit Brettergebnissen: http://www.berlinerschachverband.de/obftt2015.html)

Nach der Siegerehrung ging es erneut mit dem Taxi zum Berliner Hauptbahnhof und zum "Eismann" um die von Andreas Albers gesponserten 50 € in kalte Naturalien umzuwandeln. VIELEN DANK  Andy!

Hiernach ging es entspannt zum Gleis, wo wir in den EuroCity zusteigen wollten. Es blieb jedoch beim "Wollten", da auf dem Bahnsteig die Info verbreitet wurde, dass der Zug, welcher ab 19.24 Uhr fahren sollte ausfällt. Dabei soll es sich um Wartungsprobleme gehandelt haben. Empfohlen wurde uns die Nutzung eines ICE ab 20.16 Uhr. Interessant dabei war jedoch, dass am gleich Gleis auch 19.16 Uhr ein ICE nach Hamburg fahren würde, welcher aber nicht empfohlen wurde. Wir setzten uns also über die guten Ratschläge der Bahn hinweg und fuhren 19.16 Uhr Richtung Hamburg, wo wir 21.06 Uhr glücklich und etwas erschöpft ankamen.

Eine gelungene und schöne Turnierteilnahme fand so ein gutes Ende. So  bleibt mir ein riesen Kompliment an die Mädchen zu schreiben, die total nett, freundlich und engagiert unsere Turnierteilnahme zu einem schönen Erlebnis machten.