Rückblick auf 20 Jahre Schach bei TuRa Harksheide

1997 im TuRa Vereinsheim ...

Mitte des Jahres blickte unsere Schachabteilung auf eine sehr gute Zeit zurück. Aufstieg der Ersten, Pokal- Viertelfinale und im Laufe der Monate fanden einige SchachspielerInnen den Weg zu Uns. Zusätzlich wurde ich noch der erste Vereinsmeister mit 6 aus 7. So konnte es weiter gehen und wir begannen die Vorbereitung auf unsere erste Bezirksliga- Saison. Leider mussten wir den Abschied unseres stärksten Spielers hinnehmen, der nach einem Jahr, wie vereinbart, sich einem Hamburger Club anschloss. Allerdings waren wir noch stark genug besetzt um uns der Liga stellen zu können. Ziel war der Klassenerhalt und ich sah uns sogar in der erweiterten Spitzengruppe auf Bezirksebene.

Übrigens sei hier auf unser TuRa- Infoblatt hingewiesen. Zu beginn nannte es sich "Hurra TuRa" und etwas später wurde es unter dem Namen "Überspringer" innerhalb der Abteilung verteilt. Mittels dieses "Blattes" wurden unsere Mitglieder über vieles auf dem Laufenden gehalten. So wurde bei TuRa eine VM, eine Blitz- und- Schnellschachserie organisiert und man konnte miterleben, dass wir ein sehr intaktes Vereinsleben pflegten.

Schwerpunkt war jedoch unsere Erste und so ging es gegen Geesthacht II in die neue Spielzeit. Nach großem Kampf mussten wir uns "knapp" 1:7 geschlagen geben ;). Auch die 2. Runde war nur vom Ergebnis her eine bessere Niederlage. Den Start hatten wir also schon mal voll in den Sand gesetzt. Runde 3 war gegen Oststeinbeck (gibt es glaub ich nicht mehr auf der Schachkarte) und da das Match vor Weihnachten statt finden sollte, mussten wir in den Mehrzweckraum des TuRa- Heimes ausweichen. Es lief echt gut für uns und relativ schnell gelang uns eine 4:1 Führung mit Aussicht auf mehr. Doch dann geschah ca 13 Uhr folgendes. Die Tür ging auf und 2 Große und so 12 kleine Mädchen betraten den Raum um bei schön gesungenen Liedern Plätzchen zu backen. Da halfen auch keine Diskussionen, wir mussten da durch, da auch diese Gruppe die Räume gemietet hatte. Dank der Nachsicht unserer Gegner und unserem guten Spiel gelang unser erster Ligasieg.

Alles Gut gegangen möchte man meinen, aber leider war dem nicht so. Innerhalb unseres Vereines erfuhr die Dezember- Ausgabe des "Überspringers" und speziell ein Artikel von "Moti" dem Weihnachtsmann besondere Beachtung und Berühmtheit. Kurzum, Moti ging nicht zimperlich mit unserem Spartenchef (also mir) um und sparte auch nicht mit Kritik am Wirt des Spiellokals ... Aus der Ferne von ca 19 Jahren betrachtet eigentlich ganz lustig, aber dazumal war es der Anfang von ersten atmosphärischen Störungen innerhalb des TuRa. Man kennt es ja, Einige fanden es gut und Andere konnten dem garnix positives abgewinnen.

Leider, Leider zogen sich die Auseinandersetzungen darüber bis zur 3. Wahlversammlung im Januar 1998 hin und wieder Leider war dann diese Versammlung trauriger Höhepunkt der ganzen Geschichte. Im Ergebnis verloren wir ab der 5. Runde unseren Mannschaftskapitän, der auch für ca 45 Minuten neuer Abteilungsleiter war und so gingen wir Letztmalig in Bestbesetzung in die 4. Runde, die von uns gewonnen wurde, die 5. Runde endete Remis und gegen Bargteheide verloren wir das 6. Match der Saison. Am Ende der Spielzeit gelang ein guter Mittelfeldplatz und es kehrte wieder so etwas wie Ruhe ein. Naja, nicht ganz aber zumindest so, dass es wieder aufwärts ging und so konnten wir sogar für eine Zweite planen. Inzwischen spielten bereits ca 30 Leute bei uns und so konnte für TuRa SCHACH die Spielzeit 1998/99 kommen. Unsere 2. Saison in der Bezirksliga bei der wir ohne Probleme die Liga erhalten wollten lag vor uns und so richtig sprach nix gegen unseren Wunsch.