Unsere 11. (Ölfte) Jugendreise ...

... führte 10 JugendspielerInnen und mich nach Pardubice in Tschechien. Ziel war es einige schöne Tage zu verleben und beim Czech- Open teilzunehmen.

Die Orga begann für mich im Januar mit Werbung, Reservierung und Anmeldung beim Open und lief bis ca Mitte Juni.

Folgend nun einige Eindrücke zu Dem was uns so alles passierte und wie es bei uns beim Schach war….


Anreise

Bereits am 18.07. begann für Kenneth die Reise mit der Fahrt von Husum nach Hamburg und der Übernachtung zum offiziellen Abreisetag, dem 19.07.2013.

Morgens um 6.30 Uhr in den Ferien muss man natürlich nicht unbedingt aufstehen, es sei denn man hat Großes vor, so wie Wir

Für 8 Uhr hatte ich unseren Treff auf dem Hbf in Hamburg geplant und Alle waren pünktlich mit + einigen Minuten vor Ort.

Gefahren sind wir dann mit einem EC über Berlin, Dresden, Usti Nad Labem und Prag nach Pardubice. Bis auf einer Verspätung und einem sehr gefülltem Zug zwischen Berlin und Dresden, ging Alles ganz glatt. Raus aus dem Zug und rein in die Taxen bis zum Hotel „Arnost“… Richtig, diesmal waren wir in einem Hotel, da wir vergangenes Jahr uns dafür entschieden hatten 2013 in einem Hotel zu übernachten, nur konnte sich dann bis auf mir, keiner mehr daran erinnern und so war die Standartfrage „Wieso sind wir denn nicht wieder im Studentenwohnheim?“

Wie 2012 lief die Anmeldung über das Orga- Büro des Czech- Open und mit Sabina, Anna-Blume und Emily hatte ich beim ausfüllen der vielen Formulare tatkräftige Unterstützung und natürlich freuten wir uns Luise zu treffen, die bereits die 1. Runde im B spielte. Zurück in das Hotel, Zimmer beziehen und …..

Am Abend gab es Abendbrot und eine, zudem nicht letzte, Getränkedusche

Tag 1 des Turniers

Bereits hier möchte ich schreiben, dass der Verlauf des Turniers für uns Alle, nach Höhen und Tiefen, sehr gut war.

Frühstück, nachdem Dieses besorgt wurde, gab es ca 11.30 Uhr. Hiernach gab es noch große Unsicherheit, da man noch nicht sehen konnte, gegen wem man spielen muss. Dann zum Mittagessen und ab in die ARENA. Für Nathalie, Sabina, Alexandra und Magnus war es die Primäre und so zeigten sie sich schon sehr beeindruckt von den Ausmaßen des Turnierareals und noch Tage später entdeckten sie Neues, wie zum Beispiel das Analysezelt wo es auch Getränke zu kaufen gab. Die 1. Runde verlief so wie ich es gedacht hatte und so waren wir sehr entspannt beim Abendbrot (Pizzeria)

Da wir als Gruppe so in dieser Zusammensetzung noch nicht unterwegs waren, war es klar, dass sich auch die Jugendlichen erst noch näher kennen lernen mussten. Jeder von uns hat ja so seine Eigenarten und so blieben kleiner Problemchen nicht aus. Dies ging jedoch nicht allzu lang und irgendwann waren Diese größtenteils ausgeräumt.

Tag 2

Mein Tagesablauf bestand nicht nur an diesem Tag aus, wach werden, Duschen, PC anstellen um zu schauen wer uns ärgern will, Facebook aktualisieren, Mails checken, und ab in die Zimmer um Alle die es wollten vorzubereiten. Dies gelang mit mehr oder weniger Erfolg, da oft die Vorbereitung auf das Brett kam, es jedoch auch vorkam, dass die Gegner uns nicht den Gefallen taten und plötzlich was Anderes spielten…diese bösen, bösen Menschen.

Nach 2 Runden hatten Alle bereits ihre Erfolgserlebnisse und Einige waren noch ungeschlagen in ihren Turnieren. Lohn war der Besuch beim Chinesen, wo eigentlich nicht Alle hin wollten, aber es wurde, wie manch Anderes auch, von mir demokratisch bestimmt 

Letztendlich konnten uns auch die Mücken nicht davon abbringen, dass es geschmeckt hat.

Tag 3

Doppelrunden sind ein Plan der Orga eines Turniers, welche so völlig am Interesse der TeilnehmerInnen vorbei geht. 8 Uhr Rundenbeginn, also vor dem üblichen Aufstehen und dann noch Schach spielen… Es erging uns besser als ich dachte und wir kamen gut durch die 2 Runden… bis auf Anna-Lena. In der Frührunde konnte sie noch ihren 3. Punkt erobern und dann gab es gesundheitliche Komplikationen, die uns zwangen mit ihr und einem netten jungen Mann aus Pardu in die Poliklinik zu gehen. Der Besuch da war insoweit interessant, da ich mich um viele Jahre zurück versetzt sah. War die Krankenschwester noch sehr nett anzusehen, war die Ärztin schon aus einer Zeit vor der Wende 1989. Mit bestimmender Tonlage schimpfte sie über „Njemeziki Spray“ und stopfte oder kratzte an unserer armen Anna-Lena in der Nase herum um dann nur noch 230 Kronen zu kassieren und den Kopf zu schütteln… Es half leider nicht und „Lenchen“ konnte 2 Runden nicht mitspielen.

Der Abend führte uns wieder in eine Pizzeria, wobei ich gern zum Griechen gegangen wäre, aber man ist ja auch mal Kompromissbereit wenn der Gruppendruck zu groß wird

Tag 4

Schlafen bis Mittag ist toll, dumm nur wenn ich schon um 10.30 Uhr an die Tür klopfe… „Vorbereitung“ Die 5. Runde stand an und Diese ging für uns nicht so optimal aus. Schnelle und unnötige Niederlagen pflasterten unseren Weg durch die Gänge der ARENA. Zudem besuchten uns die Eltern von Anna-Lena um sie wieder „aufzupäppeln“, was auch hervorragend gelang. Schon cool wenn die Eltern sich Mittags in Burg in ihr Auto setzen, mal eben 800 km durch die Gegend fahren, kurz paar Salben, Tropfen, Tabletten usw verabreichen und am nächsten Tag wieder 800 km zurückfahren, mit Zwischenstopp auf der Autobahn, um da noch 500 Kronen „Strafe“ zu bezahlen wegen fehlender Vignette.

Diesmal ging es zum Griechen und es war unser letzter Besuch da, obwohl das Essen schon sehr hübsch angerichtet war, nur wenn man darauf ca 1 Stunde warten muss, bei mäßigem Besuch des Restaurants, wird auch das schönste Essen getrübt.

Tag 5

Heute stieg Anna-Lena wieder in das Turnier ein und setzte ihre Erfolgsserie fort. Weiter spielten Emily, Magnus, Nathalie, Anna-Blume, Sabina und Luisa bisher ein gutes Turnier. Kenneth, Alex und Inken suchten noch den goldenen Weg und ich war nicht unzufrieden mit dem Verlauf meiner Spiele.

Ansonsten verlief der Tag sehr harmonisch, fast zu harmonisch für mein Gefühl und Dies sollte sich auch nicht geirrt haben… Am Abend gab es Pizzas, die immer größer wurden und es ging in eine erneute Schweiß treibende Nacht, bei noch immer gefühlten 25 Grad, die einem nicht so richtig beim einschlafen halfen.

An dieser Stelle unser Dank an Familie Schramm, die uns etwas sponserten gegen die Hitze, was wir am letzten Tag in der Bahn einlösten.

Tag 6

Tagesbeginn wie bisher mit einer kleinen Ausnahme und auch die 6. Runde verlief für Viele von Uns optimal. Und in der 7. ?....Große Unterstützung gab es für unsere Spielerin Alexandra, die sehr tapfer und mutig aufspielte, am Ende der Partien jedoch zumeist zu wenig Zeit hatte um auch zu gewinnen. Hier muss man wissen, dass die Regelung der Bedenkzeit so war, dass man für die ganze Partie je 2 Stunden bekam und a Zug noch 30 Sekunden. Die 40 Züge- Barriere gab es dabei nicht. Die 7. Runde war leider davon geprägt, dass unsere bisher ungeschlagene Anna-Blume etwas unnötig verlor. Die Niederlage verbaute ihr den Weg an ein vorderes Brett und sie kam wieder in den großen Turniersaal zurück. Bei den Anderen gab es Freude und Frust und auch ich ärgerte mich über meine Niederlage in einem Spiel wo ich glaubte gewinnen zu können. Was soll’s

Nach der Runde gab es mal wieder meinen geliebten Sitzkreis, wo Einiges besprochen wurde, was so bisher im „Raum der Problemchen“ abgestellt und beinahe in Vergessenheit geraten wäre,  und da dieser kleine Raum gut gefüllt war, stand eine Entrümpelung an… Dies gelang beim ersten Anlauf gut und beim darauffolgenden 2. Anlauf noch besser. Gute Voraussetzungen für den weiteren positiven Verlauf unserer Reise, zudem man ja nur mit einem guten Gefühl auch gut Schach spielen kann.

Am Abend gab es mehrere Orte wo wir unser Abendbrot einnahmen, was jedoch an diesem Tag auch ok war.

Tag 7

Vorletzte Runde mit gemischten Ergebnissen und der Hoffnung, dass es in Runde 9 besser für Einige von uns läuft. Auch an diesem Tag freuten wir uns auf fast 40 Grad in der Sonne und auf einen entspannten Tag…. Schwimmen ist toll und so gingen Viele in das Schwimmbad zum „Nachtschwimmen“ was jedoch nicht die Nacht über ging. Rechtzeitig zur angesetzten Nachtruhe waren Alle im Hotel und freuten sich mit Anna-Blume auf 0:00 Uhr… Happy Birthday… Eine schöne Aktion der Gruppe, ihr in der Nacht zu gratulieren und mir nicht Bescheid zu geben… zum Glück gibt es Skype:D

Tag 8

Letzte Runde, doch vorher ging es zum Eis essen und zu Mc D. … Danke Anna-Blume! Dadurch musste die Vorbereitung etwas darunter „leiden“, weil natürlich etwas die Zeit fehlte. Dennoch konnte ich noch einige Fragen zu Eröffnungen usw beantworten mit meinem bescheidenen Schachkenntnissen. Noch einmal gab es für uns einige schöne Ergebnisse und am Ende des Turniers konnten wir uns über schöne Punktausbeuten, Platzierungen und DWZ/ELO- Zuwächse freuen. Das Open hat unsere SpielerInnen erneut ein großes Stück voran gebracht und wir konnten auch sehen, was noch im Argen ist...

Auch diesmal ging es wieder in das Schwimmbad und auch diesmal hatten Alle, die dabei waren, viel Spaß. Am kommenden Tag sollte es nach Prag gehen und so versuchte ich nicht so spät einzuschlafen, was mir jedoch nicht ganz gelang…

Tag 9

Während die meisten Touristen viel Geld für einen Reiseführer ausgeben, hatten wir nicht nur Glück sondern auch Nathalie!!!! DANKE! Zielsicher führte sie uns durch Prag, da sie sich an ihren Besuch der tschechischen Hauptstadt aus dem Jahr 2012 erinnerte, als sie bei der EM mitspielen konnte. Unterbrochen wurde sie nur durch kleinere Nachfragen an Einheimische die gut deutsch konnten. Souvenirs sind schön und werden gern für die Lieben zu Hause mitgenommen. So verwunderte es mich nicht, dass wir mehrere dieser Shops besuchten und kaum waren wir bei dem Einen raus hörte ich den erfreuten Ausruf „Oh da ist ja noch Einer“ und ab ging es in den nächsten engen Raum…

Natürlich haben wir auch die Burg, den Dom, eine Kirche und die Karlsbrücke besucht und viele Fotos gemacht, die zusammen mit noch mehr Anderen in einem Passwort geschützten Album aufbewahrt werden. So gegen Mittag gab es dann noch einen Anruf aus dem fernen Pardubice mit der Info, dass wir unsere Hotelzimmer zu räumen hätten, da wir nur bis 28.07. gebucht hätten. Nach ca 30 Min klärte sich alles auf Dank der Hilfe von Anna-Lena, unseren Quittungen und dem Anruf des Hotels bei den Organisatoren des Czech- Opens. Von da an, war das Personal des Hotel ARNOST noch freundlicher!

Prag war toll und anstrengend und so freuten wir uns auf die Rückreise nach Pardu. Kurz vor Abfahrt unseres Zuges wurden wir auch über den Bahnsteig informiert und ab ging es in einen mit ca 65 Grad nicht gerade gut gekühlten Zug.

Am Abend fanden wir uns in einem Irish Pup wieder und auch das nette Personal freute sich auf uns… UMSATZ ! Zudem habe ich meine gelernten "Sprachkenntnisse" weiter ausgebaut und weiss nun, dass "I want Ipod = Ei wohnt im Eierbecher" heisst.

Tag 10 Abreise...

... und alles hätte so schön sein können wenn…. Ja wenn es nicht die Deutsche Bahn gäbe…..

Geplant war die Abreise in Pardu um 11.18 Uhr, allerdings erarbeitete sich unser EC 174 eine Verspätung von 25 Minuten, so dass wir noch einige seltene Zugformen kennen lernten. 11.43 war es dann soweit...Abschied und die Nachricht eines Ehepaares aus Österreich.. "Wenn ihr auch nach Hamburg wollt, müsst ihr in Usti Nad Labem aussteigen, weil ab da Schienenersatzverkehr ist" Nein, natürlich haben die sich da geirrt, hatte ich doch am 18.07. gefragt, ob es Probleme gibt bei der Fahrt zurück und die DB hat NEIN gesagt. Also auf unsere reservierten Plätze in einem leicht klimatisierten und vollen Zug gesetzt und gehofft. Dann war es soweit und der Schaffner erklärte Das was die netten Ösis schon prophezeit hatten.
In Usti ging es also zu den Bussen und wir konnten unfreiwillig Fotos von der Autobahn machen. In Dresden wartete der Vater von Nathalie und meinte, dass unser Zug schon 15.04 gefahren wäre... es war da aktuell 15.50 Uhr. NEIN sagte der DB Mitarbeiter, dass geht gar nicht, da das Personal des Zuges ja noch im Bus sitzt .... Wir also zum Bahnsteig mit erneutem Vertrauen und, ja wo war den unser Wagen 256? 259, 258, 257 und dann keine Nummern mehr...er war weg, wohl schon allein vor gefahren? Nein, es war ein ganz anderer Zug, wo halt unser Wagon nicht mit dabei war. Ich entschied mich dann dagegen, dass wir uns in den Gang stellten und dirigierte die Gruppe in die 1. Klasse, wo wir dann die Fahrt mit 70 Minuten Verspätung beendeten.... Nun sind wir zurück und freuen uns auf 2014, dann wieder in Pardu und wieder mit der Bahn, die 1 Jahr Zeit hat sich zu bessern ... glauben tu ich aber nicht daran

Lustiges am Rande: Ein deutscher Jugendlicher (ca 20) kam auf mich zu und meinte "Du, kann ich Dich was fragen?", ich meinte ja klar und erfragte mich "Bist Du Deutscher?" um dann wegen des Gleises des Zuges nachzufragen....

Glücklich aber auch etwas „wehmütig“ wurden wir am Hamburger Hbf in Empfang genommen. 10 Tage haben uns sehr positiv verändert und so war der Abschied von einander sehr emotional…. Wir sehn uns ja wieder und bis dahin „Gut Schach“

 

Fazit der schachlichen Leistung:

Schon der Blick auf die neue DWZ zeigt, dass das Turnier auch in diesem Bereich ein Erfolg war, welcher jedoch auch sehr von der jeweiligen Auslosung abhängig war... Aus diesem Grund sind auch die ausgebliebenen "Sprünge" kein Indiz für schwaches Spiel vor Ort. Wichtiger für mich als Trainer, waren jedoch einige Dinge der Spielweise der SpielerInnen.

Hier speziell unsere TuRanerInnen:

Emily... wie schon beim Pauli- Open kam sie spät in das Turnier und erst so ab der 3. oder 4. Runde begann sie ihr Schachkönnen abzurufen. Schön war, dass sie neue Eröffnungssysteme ausprobierte und dennoch erfolgreich blieb. Allerdings hatte sie auch wieder kleinere Endspielprobleme....

Nathalie.... von ihr kannte ich einige Partien und wusste auch, dass sie sehr konzentriert und ruhig am Brett ist. Dies zeigte sie auch in Pardu. Allerdings konnten wir einige kleine Dinge erkennen, was Pläne und Verteidigung anbetraf. Zudem ist es sicher eine gute Idee ihr Eröffnungsreportuar etwas zu erweitern damit sie unberechenbarer wird für ihre Gegner

Inken.... Für Inken freute ich mich, dass sie trotz der derzeitigen kleineren Unsicherheiten, bei ihrem aggresivem Spielstil geblieben ist und weiter versuchte "nach forn" zu spielen. Irritierend war jedoch, dass sie als Gambitspielerin mit einem Gambit des Gegners nicht zurecht kam. Passiert mir aber auch zuweilen und deshalb war dies zur rechten Zeit ein Trainingswink.

Anna-Lena.... der Erfolg spricht für sich. Endlich ein Turnier, wo sie konzentriert aufspielte und ihren Gegnern keine Chance lies. Normal war auch das verlorene Match gewonnen, doch da zeigte sich mal wieder ihre "Einzugschwäche". Pläne von vielen Spielzügen sind für sie kein Problem, aber das Naheliegende wird manchmal noch von ihr nicht gesehen...

Anna-Blume... merkte man die Sicherheit ihrer beiden Eröffnungen an, die sie ja erst seit ca 1 Jahr regelm. spielt. Durch kleinere Kombis konnte sie sich oft einen Forteil erspielen, den sie auch 2x zum Sieg führte, aber halt auch 5x zum Remis und in der Schlußrunde sogar zur Niederlage. Alles jedoch soweit kein Problem, da wir daran arbeiten und es im Vergleich zu früher schon viel besser geworden ist.

Luisa... hat einen großen DWZ Sprung vollzogen, weiss jedoch auch, dass sie noch sehr daran arbeiten muss, in entscheidenten Situationen etwas mehr Zeit für die Stellung zu investieren. Nach einem Figurengewinn ist es besonders wichtig, da allzuschnell der Gewinn wider verloren ging und sie so mindestens 1,5 Punkte liegen liess. Dennoch hat sie sehr gute Partien gezeigt und trat selbsbewusst bei diesem Turnier auf.

Magnus.... spielte zum 1x ein so großes Turnier und war sehr beeindruckt was da alles so passierte. Hinzu kam, dass er auch das 1x mit uns, also fast komplett fremden Menschen, unterwegs war und sich natürlich auch erstmal seinen Platz im Team erarbeiten musste. Dies gelang ihm hervorragend und so lief das Turnier auch zunehmend gut. In der ersten und zweiten Runde spielte er wie gewohnt, ab der 3. Runde saß ein Schachspieler am Brett. Die 3 Niederlagen, nach 3 Siegen, können passieren, da die Gegner ja auch nicht die schwächsten waren. Aus diesem Grund war es für mich gut zu sehen, dass er sich in allen Dreien tapfer gewehrt hat.

Genial war, dass unsere neue Variante mit Weiss gleich 2 Punkte brachte :) Mit Schwarz werden wir sicher auch bald sicherer werden

Sabina hatte von Allen die durchgängig stärksten Gegner und holte super 3 aus 8 gegen ca 1850. Leider wurde sie in den Schlußrunden nicht für ihr gutes Spiel belohnt., Kenneth hat aus meiner Sicht 2x zu schnell verloren und ist in eigene Fallen gerasselt. Aus meiner Sicht ist es eh Brotlos Eröffnungsfallen spielen zu wollen auf dem hohen Niveau. In der letzten Runde spielte er sehr solide gegen einen 1950er und wurde mit Remis belohnt. Alexandra spielte konzentriert und bis auf Einmal, kam sie auch gut aus der Eröffnung. Leider verbrauchte sie zumeist zu viel Zeit und wurde so "nur" mit 6 Remis belohnt, dies jedoch gegen starke Gegnerschaft.


Und ich? ... Nach dem Pauli- Turnier hatte ich echt Sorge darum, dass ich auch in Pardu unmotiviert Material opfere. Dies trat zum Glück nicht ein. Nach Zahlen muss ich jedoch schreiben, dass ich die Schwachen besiegt habe, gegen die annähernd Gleichstarken nicht verloren habe und gegen die Stärkeren verlor. Vom gehalt der Partien her bin jedoch sehr zufrieden, da ich einige schöne taktische Partien gespielt habe. 2 Niederlagen mit Schwarz sind aber schon Bitter und können auch nicht durch das "Ungeschlagensein" mit Weiss aufgefangen werden.... 6,5 waren durchaus möglich, vielleicht 2014